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Aufschwung am Berliner Wohnungsmarkt

Die Studie “Emerging Trends in Real Estate Europe 2013” gibt grünes Licht für Investoren: Der Berliner Wohnungsmarkt gehört zusammen mit München zu den attraktivsten Immobilienmärkten Europas. Ob der Boom des Immobilienmarkts in Berlin nachhaltig ist, wird sich noch herausstellen.

Das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse-Coopers (PwC) erhebt zusammen mit der gemeinnützigen Forschungsorganisation Urban Land Institute (ULI) jährlich ein Standortranking der 27 europäischen Metropolen. Befragt werden hierfür mehr als 500 Immobilienentwickler und -finanzierer, Real-Estate-Investoren sowie Analysten und Berater. 2013 sind erstmalig zwei deutsche Städte auf den Spitzenpositionen: München und Berlin.

Die Bayernmetropole gilt aufgrund ihrer niedrigen Leerstandquoten und der ausgewogenen Wirtschaftsstruktur als preisstabil – auch in schwierigen Zeiten. Der Berliner Wohnungsmarkt profitiert hingegen vom Zustrom an zahlungskräftigen Mitarbeitern der mehr als 15.000 Technologie-Unternehmen. Doch das ist noch nicht alles: Da die deutsche Hauptstadt als kulturelles Zentrum jährlich viele Besucher anzieht, raten die befragten Experten auch in den Apartment- und Hotelsektor Berlins zu investieren. Kein Wunder, dass die Umfrage-Teilnehmer die meisten Immobilienkauf-Empfehlungen für den Berliner Wohnungsmarkt aussprechen.

Ob der Boom des Berliner Wohnungsmarkts nachhaltig ist, sei zu hinterfragen. Der PwC-Partner Jochen Brücken merkt an, dass das bisher relativ niedrige Preisniveau der Häuser und Wohnungen in Berlin diese Entwicklungen begünstigt haben könnte.

Gute Perspektiven für weitere Metropolen

Die Immobilien-Experten rechnen außerhalb des Münchener und Berliner Wohnungsmarkts in zwei weiteren Großstädten Europas mit Wertzuwächsen, nämlich London und Istanbul. Diese bieten den Umfrage-Teilnehmern zufolge „gute“ Perspektiven für neue Investments, für den Immobilienbestand und die Immobilienentwicklung. Die spanischen Metropolen sowie Athen und Lissabon werden als kritisch angesehen. Claudia C. Gotz, die Geschäftsführerin von ULI Germany, weist jedoch darauf hin, dass es viele Anzeichen gibt, dass sich die südeuropäischen Märkte erholen: Dank des aktuellen Preisniveaus sehen vier von fünf Experten Chancen für Investitionen.

Die Studie bestätigt, dass sich Immobilien in Krisenzeiten als Anlage bewähren. 80 Prozent der Befragten sagen, dass durch die Krise in der Eurozone für sie neue geschäftliche Möglichkeiten entstanden sind. Somit können die Immobilienexperten positiv in die Zukunft blicken.