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Baurecht

Kein Bauherr kann in der Lage sein, sich umfangreich im Baurecht auszukennen, es sei denn, er ist Jurist. Dieses Rechtsgebiet ist so komplex, dass es Spezialisten für das Baurecht gibt. Wer aber einen Hausbau plant, sollte zumindest die wichtigsten Vorschriften kennen, um über seine Rechte und Pflichten informiert zu sein. Begriffe wie Grundschuld, Bauwich, Grundlast oder Wegerecht sollten einem Bauherrn geläufig sein. Die Verdingungsordnung für Bauleistungen, VOB, ist neben dem Bürgerlichen Gesetzbuch die wichtigste Rechtsnorm, wenn es um die Vergabe und Ausführung von Bauaufträgen geht. In der Regel achtet der Architekt auf die Einhaltung der Vorschriften, aber es kann nicht schaden, wenn sich auch der Bauherr ein Bild von seinen Ansprüchen gegenüber den bauausführenden Unternehmen machen kann.

Bauherren, die dem Architekten schon ein wenig entgegen kommen wollen und eine erste, grobe Bauplanung selbst vornehmen, müssen darüber informiert sein, wie groß der Bauwich ist und in welchem Verhältnis ein Grundstück überhaupt bebaut werden darf. Sie sollten auch wissen, wo auf dem Grundstück die Baulinie verläuft und welche Geschossflächenzahl überhaupt zulässig ist.

Ein für Bauherren wichtiges Kapitel im Bereich des Baurechts ist die Baugenehmigung. Ohne eine Baugenehmigung darf kein Gebäude errichtet werden und die darin enthaltenen Vorgaben und Auflagen sind unbedingt einzuhalten, da das Bauamt ansonsten die spätere Bauabnahme verweigern kann. Ohne Bauabnahme darf ein Gebäude aber nicht genutzt werden und keine Versicherung wird bereit sein, ein Gebäude zu versichern, das nicht über eine Bauabnahme verfügt. Dadurch wiederum kann die Finanzierung des Bauvorhabens gefährdet sein. Das Nachbarrecht ist ein weiterer Bereich des Baurechts, mit dem sich Bauherren und Eigenheimbesitzer immer wieder beschäftigen müssen, denn auch Hausbesitzer müssen Rücksicht auf ihre Nachbarn nehmen und dürfen sie nicht unnötig mit Lärm, Gerüchen oder anderen Einflüssen belasten.

Wer sich anstelle eines Bauvorhabens dafür entscheidet, eine Eigentumswohnung zu kaufen, sollte sich im Wohnungseigentumsrecht auskennen und wissen, was eine Teilungserklärung ist und welche Folgen sie haben kann. Die Begriffe Sondereigentum, Sondernutzungsrecht und Allgemeineigentum sollten jedem Wohnungseigentümer geläufig sein. Dient die Eigentumswohnung der Vermietung oder soll im Einfamilienhaus eine Einliegerwohnung vermietet werden, so ist die Neubaumietenverordnung zu beachten.


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